Barrierefreies Wohnen

Barrierefreies Wohnen – für mehr Lebensqualität im Alter

Ganz normale Handgriffe? Plötzlich ein Problem. Die früher so leichtfüßig genommenen Stufen? Seit kurzem ein Hindernis. Die Dusche? Leider nicht ebenerdig. Der Alltag im Alter bringt für viele Menschen eine Einschränkung ihrer Mobilität mit sich und erfordert barrierefreie Wohnkonzepte.

Der Bedarf an Wohnraum mit einem Zugang ohne Treppen, einem Aufzug, einer Dusche mit flachem Einstieg ist groß und nimmt zu. Laut einer Analyse des Statistischen Bundesamtes wird die Generation 65plus zahlenmäßig wachsen – von rund 18 Millionen auf über 23 Millionen im Jahr 2035. 

Was bedeutet “barrierefrei”?

Grundsätzlich steht dahinter das Ziel, den Wohnraum so an die individuellen Bedürfnisse des Bewohners anzupassen, dass dieser trotz körperlichen Einschränkungen unabhängig und möglichst sicher in der gewohnten Umgebung leben kann.

Die Sicherheit im Bad erhöhen

Ein wichtiger Bereich für eine altersgerechte Gestaltung ist das Bad. Hier lässt sich schon mit wenig Aufwand, z.B. durch rutschfeste Matten, Haltegriffe oder Duschhocker die Sicherheit erhöhen. Zu den häufigsten Einbaumaßnahmen gehört eine ebenerdige Dusche. Das Gute: Auch vorhandene Duschen, deren zu hohe Schwelle eine Gefahr darstellt, lassen sich seniorengerecht umbauen.

In der Küche Platz schaffen

Auch in der Küche gibt es viele Möglichkeiten, um auch im Alter dort noch unabhängig für sich sorgen zu können. Wichtig für ein sicheres und ergonomisches Arbeiten ist eine ausreichend große Bewegungsfläche, die auch Platz für einen Rollator oder Rollstuhl bietet. Der Raum hierfür kann häufig bereits durch ein Umstellen der Küchenmöbel geschaffen werden. Offene, mit dem Wohnraum verbundene Küchen sind aufgrund ihrer Flexibilität für barrierefreies Wohnen besonders geeignet.

Förderung sichern

Der Bedarf an barrierefreiem Wohnraum steigt – und für die Unterstützung von Umbaumaßnahmen gibt es verschiedene Förderungen und Zuschüsse bis zur Höhe von 6.250 Euro. Grundsätzlich ist es empfehlenswert, sich vor Beginn der Baumaßnahmen über Fördermöglichkeiten zu informieren. Die Förderdatenbank (www.foerderdatenbank.de) gibt einen schnellen Überblick.

Frühzeitig planen

Im Idealfall werden die baulichen Entscheidungen früh getroffen. Ein Fahrstuhl, der beim Neubau eines Einfamilienhauses gleich mit eingeplant ist, kostet rund 20.000 Euro. Beim späteren Einbau steigen die Preise schnell auf das Drei- bis Vierfache. Wer schon während der Bauplanung an die Zukunft denkt, kommt meistens mit überschaubaren Mehrkosten für ein komplett barrierefreies Haus aus. Investitionen, um auch im fortgeschrittenen Alter ein unbeschwertes Wohnen genießen zu können.