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Schattenspiele für den Sommer

#Beschattung #Sonnenschutz #Hitze

Jahr für Jahr melden Wetterexperten neue Hitzerekorde. Ein Sommer wird heißer als der vorausgegangene. Für Immobilienbesitzer beginnt dann der „Run“ auf die Klimageräte. Aber Vorsicht: Die praktischen Zimmeranlagen kosten nicht nur eine Menge Geld, sie fressen auch teuren Strom. Dabei bietet der Markt neben den Kältemaschinen auch einige wirklich praktische und wirkungsvolle Schutzmaßnahmen an. Aber was nützt wirklich und was sollte man meiden – ein Überblick.

Sonne aussperren durch Abdunkelung

Für die Sonnenstrahlen sind Fenster keine Hindernisse. Sie durchdringen das Glas und erhitzen so die Innenräume, wie Heizspiralen den Backofen. Worden die Sonnenstrahlen daran gehindert, bleibt es innen angenehm kühl.
Am einfachsten ist es, Rollladen oder Jalousien anzubringen – und zwar von außen. Wichtig ist, dass Sie die Fensterscheibe komplett abdecken, sodass keine Sonne auf das Glas treffen kann. Wer die Fenster von innen abdunkelt muss damit rechnen, dass einige Strahlen ins Innere dringen. Ein optimaler Schutz ist so nicht immer gegeben.


Auch Markisen sind gute Schattenspender. Der Vorteil: Durch ihre Dachfunktion verhindern sie auch, dass der Boden aufgeheizt wird. Strahlungswärme unterbleibt und das Klima ist angenehm kühl. Der Schattenwurf kann durch Aus- und Einfahren der Markise beliebig gesteuert werden. Auch der seitliche Sonneneinfall kann durch spezielle Applikationen aus Markisenstoff unterbrochen werden.

Wichtig:

Eine Markise muss an der Wand verschraubt werden. Damit ist das Anbringen schon eine bauliche Veränderung. Und dafür ist grundsätzlich immer die Zustimmung des Vermieters nötig!

Tipp: 

Eine Alternative können Fenster aus Sonnenschutzglas sein, das bis zu 80 Prozent der Wärmeenergie von Sonnenstrahlen draußen hält.

Spiegelnde Folie für größere Fenster

Wer große Glasflächen oder Wintergärten abschatten möchte, ist mit Rollos oder Markisen nicht immer gut beraten. Dann empfehlen sich sogenannte Spiegelfolien. Diese werden außen an den Fenstern angebracht.

Achtung: Hier sollte man entweder begabt sein oder die Arbeit lieber Profis überlassen. Die Folien halten die Sonne von außen ab, sind aber dennoch transparent.

Wichtig:

Folien dunkeln den Raum dahinter sehr stark ab. Für Ateliers oder Küchen, bei denen Lichteinfall wichtig ist, eignen sie sich deshalb nur bedingt.
Vorteil: Neben dem Schutz vor der Hitze bieten Folien einen Sichtschutz von außen.

Mit dem Ventilator richtig kühlen

Dass Ventilatoren einen Raum objektiv abkühlen können ist natürlich falsch. Sie halten vielmehr die Luft in Bewegung. Dieser Luftzug wird vom Mensch als wohltuend und kühl empfunden. Ventilatoren können auch bei Raumtemperaturen von jenseits der 30 Grad Celsius subjektiv angenehme Kühlung verschaffen. Die Geräte sind im Elektrohandel schon an 30 Euro
erhältlich.

 

Wichtig:

Hausstauballergiker sollten sich die Anschaffung eines Ventilators gut überlegen. Gerade die beliebten Standgeräte wirbeln oft Staub auf und belasten damit die Atemluft der Allergiker.

Mobiles Klimagerät für den größeren Geldbeutel

Wer das Geld hat, kann sich natürlich auch eine Klimaanlage anschaffen. Die Kosten belaufen sich ab gut 500 Euro bis zu gut 1000 Euro pro Gerät. Vorteil: Man kann sie in jeden beliebigen Raum stellen und die gewünschte Temperatur mittels Regler gut ansteuern. Allerdings muss man neben der Investition für das Klimagerät auch mit zusätzlichen Stromkosten von bis zu 140 Euro pro Jahr rechnen.

 

Richtiges Lüften schafft Frische

Während der großen Hitze hält man Fenster und Türen lieber fest geschlossen. So bleibt die Wärme draußen und innen halten sich die Temperaturen auf angenehmen Niveau. Ein konsequenter und regelmäßiger Austausch von Brauchluft mit frischer Luft ist allerdings unbedingt notwendig. Dazu sollten man die Morgenstunden nutzen. Wer zeitig sämtliche Fenster des Hauses oder der Wohnung weit öffnet, kann für einen optimalen, kühlenden Luftaustausch sorgen.

Tipp: 

Öffnen Sie die Fenster vor Beginn des Berufsverkehrs. Dann erhalten Sie die frische Morgenluft ohne Laststoffe von Motoren und auch der Lärm bleibt draußen. Achtung: Lieber erst die Fenster an der von der Straße abgewandten Seite öffnen.

Lüften Sie mindestens zehn Minuten, achten Sie dabei darauf dass die Wohnräume quer, also mit Durchzug gelüftet werden. Abends kann der Lüftungsvorgang wiederholt werden. Auch hier empfiehlt es sich, den Hauptverkehr verstreichen zu lassen. Sollten Sie eine Wohnimmobilie besitzen, die in den oberen Stockwerken gelegen ist, können die Fenster auch die ganze Nacht offen bleiben.

Wichtig:

Behalten Sie das Stoßlüften auch in anderen Jahreszeiten bei. Damit sorgen Sie nicht nur für einen optimalen Luftaustausch, sondern verhindern auch Schimmelbildung.

Elektrogeräte ausschalten

In der heutigen Zeit wird fast alles elektronisch betrieben. Aber diese Geräte geben während des Betriebes Wärme ab. Das können Netzteile von Computern sein oder Ähnliches. Geräte am besten abschalten, sofern sie nicht in Benutzung sind. Selbst ein paar Grad können im heißesten Hochsommer eine Erleichterung bringen. Achten Sie zudem darauf, dass sich die Geräte nicht im Standby-Modus befinden. Selbst dann strahlen sie noch Wärme aus.

 

Zimmerpflanzen sorgen für Sauerstoff

Gerade in Hitzeperioden giert unser Gehirn nach optimaler Sauerstoffversorgung. In überhitzten Wohnungen ist diese nicht gewährleistet. Pflanzen können hier helfen. Vor allem jene mit großen grünen Blättern eignen sich besonders, Sauerstoff zu erzeugen und das Raumklima zu verbessern. Ficus, Aloe oder Farn sorgen dafür, dass CO2 in Sauerstoff umgewandelt wird. Gießen Sie die Pflanzen regelmäßig, denn das Gießwasser verdunstet zu einem Großteil und wird ebenfalls in die Luft abgegeben. Das sorgt für zusätzliche Abkühlung.

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